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Spendensammlung Herbst 2011 - Eröffnung der Haus und Straßensammlung am 11.11.2011, 11:11 Uhr in Chemnitz an der Jakobikirche


Gut beraten – selbstbestimmter leben!
Beratung für Menschen mit Behinderungen

Menschen mit Behinderungen wollen gleichberechtigt und selbst bestimmt leben. Damit das gelingt, brauchen sie häufig eine gute und umfassende Beratung. Die diakonischen Beratungsstellen für Menschen mit Behinderung begleiten seit vielen Jahren mit hoher Sachkompetenz, viel Einfühlungsvermögen und großem Engagement Betroffene und ihre Angehörigen, um individuelle und zufriedenstellende Lösungen entwickeln und umsetzen zu können.

Zum Beispiel Andreas F. aus Lunzenau:

Als absehbar war, dass seine Eltern die Pflege des 52jährigen Mannes im Rollstuhl nicht mehr länger würden leisten können, entschlossen sie sich schweren Herzens, seinen Umzug in ein Pflegeheim zu organisieren. Dort wäre es für ihn sicher sehr schwer geworden. Ein Heimalltag ist straff durchorganisiert - bis hin zu festen Essens- und Schlafenszeiten.

Ein Zufall führte Andreas F. zur „Mobilen Behindertenhilfe“ der Stadtmission Chemnitz.

Heute lebt er mit drei anderen Menschen mit Behinderung in einer betreuten Wohngemeinschaft in Chemnitz. Mit 52 Jahren hat Herr F. seine erste eigene, behindertengerechte Wohnung. An seiner Türklingel steht „Wolke 2“ – eine Abkürzung für „Wohngemeinschaft, Ort zum Leben für körperbehinderte Erwachsene.“

Der Weg dahin war nicht einfach. Papierkram und Behördengänge, Fahrdienst, Hilfskräfte, Unterstützungsleistungen und ein Persönliches Budget waren zu organisieren. Ohne die sachkundige Unterstützung einer Beratungsstelle ein nahezu aussichtloses Unterfangen. Heute sind alle Beteiligten zufrieden: Die Eltern, weil es ihrem Sohn so gut geht und sie „in Ruhe“ älter werden dürfen, der „Junge“, weil er sich von seinen Eltern abnabeln konnte und endlich die Eigenständigkeit hat, die er sich immer wünschte.

„Jeder Fall ist ein Einzelfall und es muss eine Lösung gefunden werden, die für alle Beteiligten – auch die Angehörigen – richtig ist“, sagt Kay Uhrig von der „Mobilen Behindertenhilfe“ in Chemnitz. Allein die geeignete Wohnform zu finden, könne Monate, wenn nicht Jahre dauern. Und je größer der Pflege- und Betreuungsaufwand ist, desto häufiger mauern auch die Sozialleistungsträger. „Ohne eine fundierte Beratung geben Betroffene häufig auf.“ Doch obwohl die Beratung von Menschen mit Behinderungen eine kommunale Pflichtaufgabe ist, haben die Beratungsstellen mit einer sinkenden Finanzausstattung zu kämpfen und kommen häufig an ihre Grenzen.

Deshalb soll die Spendensammlung der Diakonie in diesem Herbst den Beratungsstellen für Menschen mit Behinderung zugute kommen.

Bitte unterstützen Sie diese wichtige Arbeit mit Ihrer Spende!

Konto: 16 00300 012
BLZ: 350 601 90
Bank für Kirche und Diakonie - LKG Sachsen
Kennwort: Beratung


 

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